GOVERNANCE

Nachhaltige Governance in regionalen Lebenseinheiten jenseits verfasster Räume

Das METAPOLIS-Teilprojekt Governance untersucht die politisch-institutionelle Dimension der nachhaltigen Entwicklung von Stadt-Land-Beziehungen in Niedersachsen. Im Mittelpunkt steht das Zusammenwirken von politischen Akteuren bei der Formulierung, Entscheidung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien.

Untersucht werden relevante Akteure hinsichtlich ihrer inhaltlichen Positionen, politischen Ressourcen und der Vernetzung untereinander. Teilstandardisierte Interviews eröffnen einen Zugang zu diesen Daten, bewahren aber zugleich Offenheit für die Gestaltungsideen der Interviewten. So lassen sich Interessen und Ideen aus der Praxis transdisziplinär aufnehmen und in die Forschung einbetten.

Während auf der Basis von Präferenzen und Machtpositionen der Akteure bereits Erfolgsaussichten von Maßnahmen skizziert werden können, lenken lokale Netzwerkstrukturen den Blick auf die Interaktion. Es werden Koordinationsformen außerhalb manifester Koalitionen und jenseits verfasster Räume sichtbar. Mit ihnen geht ein besseres Verständnis des politischen Prozesses einher, auf dessen Grundlage Machbarkeitsstudien formuliert werden.

Governance
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Ziele

  • Konzeptionelle Entwicklung der Politikfelder Nachhaltigkeit und Kommunal- / Regionalpolitik
  • Identifikation und Tracking der (medialen) Thematisierung von Nachhaltigkeitspolitik in den Regionen
  • Transdisziplinäre Erhebung von Positionen der relevanten Akteure hinsichtlich ihrer Überzeugungen und Präferenzen sowie ihrer Anliegen und Visionen
  • Erhebung und Modellierung sozialer Netzwerke der Akteure als Ausdruck regionaler Machtstrukturen und politischer Interaktionsformen

 

Methoden

  • Fallstudien und Dokumentenanalysen zu Institutionen und Programmen der regionalen Nachhaltigkeitspolitik
  • Teilstandardisierte Interviews mit ausgewählten Akteuren
  • Sampling entlang der Untersuchungsgebiete, der Institutionen / Netzwerke und im Schneeballverfahren
  • Sozialwissenschaftliche Netzwerkanalyse mit variierenden Abgrenzungsverfahren und Kantendefinitionen
  • Identifikation von Prädiktoren individueller Positionen
  • Rückgriff auf bestehende und interdisziplinär verfügbare Makro- und Mikrodaten als Hintergrundvariablen

 

Produkte

  • Beschreibung relevanter Akteure der Nachhaltigkeitspolitik, ihrer Positionen und Interessen und ihrer Stellung im Verhältnis zu anderen Akteuren in Form eines Netzwerkes
  • Politische Landkarten der Regionen als Abbild räumlicher Strukturen von Parteien, Verbänden, Körperschaften
  • Fallstudien der Thematisierung, Durchsetzung und Implementation von Nachhaltigkeitsvorhaben
  • Machbarkeitsanalysen für die Vorschläge des Verbunds
  • Fachveröffentlichungen zu Regional Governance und sozialwissenschaftlicher Netzwerkanalyse