ESS.H2O

Hochwasserrückhalt und Grundwasserqualität im
urbanen Raum

Das METAPOLIS-Teilprojekt ESS.H2O konzentriert sich auf die Quantifizierung und Modellierung von Ökosystemleistungen (Ecosystem Services; ESS) der Ressource Wasser. Ökosystemleistungen sind Leistungen, die von natürlichen Ökosystemen (unentgeltlich) hervorgebracht und vom Menschen genutzt werden, um sein Wohlergehen zu gewährleisten (Daily, 1997). Der größte Anteil des Süßwassers weltweit befindet sich im Untergrund, daher stellen Grundwassersysteme eine zentrale Größe im Wasserkreislauf dar. Die meisten terrestrischen und aquatischen Ökosysteme sind von der Menge und Qualität des Grundwassers abhängig.
Ökosystemdienstleistungen in Bezug auf Wasser sind beispielsweise: die Bereitstellung sauberen Trinkwassers, Hochwasser- und Erosionsschutz, Bewässerung in der Landwirtschaft und viele weitere (Abb. 1).
In urbanen Systemen hängt die Grundwasserneubildungsrate und -qualität, eng mit dem Versiegelungsgrad zusammen, daher werden im ESS.H2O Hochwasserrückhalt und Grundwasserqualität bei sich wandelnden Stadtstrukturen und Bebauungsgraden untersucht.
Die Bearbeitung erfolgt sowohl in engem Austausch zu den ESS-Teilprojekten ESS.BIOTIK und ESS.KLIMA, als auch zu Scenarios und TOPOI.

© MEA

Ziele

  • Allgemein: Analyse urbaner ESS des Wassers im Untergrund
  • Im Speziellen: Analyse von Hochwasserrückhalt, Grundwasserneubildung und Wasserqualität bei sich wandelnden Stadtstrukturen
  • Quantifizierung der Wasserflüsse: Oberflächenabfluss, Versickerung, Grundwasserneubildung

 

Methoden

  • Rasterbasierte räumliche Quantifizierung urbaner ESS mit Speicherbilanzmodellen (GIS Spatial-Analyst-Tools), anschließend Quantifizierung der Wasserflüsse mit hydrologisch-hydraulischen Modellen (z.B. SWMM)
  • Vergleich von Oberflächenabfluss und Wasserversickerung nach Berechnung verschiedener Szenarien der Stadtentwicklung

 

Produkte

  • Weiterentwicklung von Modellen zur Quantifizierung von ESS für Wasser im urbanen Untergrund
  • Ergebnisworkshops mit Gemeinden, Regionalverbänden und interessierten Bürgerinnen und Bürgern
  • Artikel in internationalen Fachzeitschriften
  • Pressemitteilungen