Visionen für eine neue Mobilität in der Stadt

Mobilität in der Stadt: Welche Visionen brauchen wir für die Zukunft?
Prof. Dr. Vanessa Miriam Carlow im Gespräch
Live in der Deutschlandfunk Länderzeit am 4.4.2018 von 10.10 Uhr bis 11.30 Uhr

http://www.deutschlandfunk.de/laenderzeit.1770.de.html

Gesundheitsgefährdende Umweltbelastungen, drohende Fahrverbote, Großstädte vor dem Verkehrskollaps: Unsere Mobilität in den städtischen Ballungsräumen steckt in einer Sackgasse. Doch wo sind die Alternativen?

Derzeit diskutiert wird über kostenfreie Busse und Bahnen, über mehr Platz für Radfahrer, Elektromobilität und autonomes Fahren. Sieht so die Zukunft einer städtischen Mobilität aus?

Oder müssen wir über ganz andere Modelle nachdenken, die auf Verkehrsvermeidung setzen, auch weil Arbeiten und Wohnen immer mehr zusammenwachsen? Doch wer kann sich die Vision einer 5-Minuten-Stadt leisten, in der alle Bereiche des Lebens in wenigen Minuten erreichbar sind?

Als Gäste eingeladen sind:

Prof. Vanessa Miriam Carlow, Architektin und Stadtplanerin, Institute for Sustainable Urbanism ISU an der Technische Universität Braunschweig / Department Architektur Technische Universität Braunschweig

Anne Luise Müller, Städtebauarchitektin und Leiterin des Stadtplanungsamtes Köln, Deutschland

Winfried Hermann, Minister für Verkehr des Landes Baden-Württemberg, Germany

Heinrich Strößenreuther, Geschäftsführer der Agentur für clevere Städte UG, Berlin

METAPOLIS TALK #3 | 21. FEB 2017 | 17:30 | ARCHITEKTURPAVILLON | TU Braunschweig

METAPOLISTalks03
Worker Performance Microforest Atrium – Quelle: Giancarlo Mangone

Für den METAPOLIS Talk #3 – ECOLOGICALLY POSITIVE COMMUNITY DESIGN RESEARCH konnten wir Dr. Giancarlo Mangone gewinnen. Er forscht und lehrt an der ‘Azrieli School of Architecture and Urbanism’ der Carleton Universität in Ottawa. Seine Arbeit richtet sich auf die Erforschung, Bewertung und Gestaltung von Gebäuden in Bezug auf ihre ökologischen Leistungen, mit besonderem Augenmerk auf die Integration von Vegetationsumgebungen in Gebäuden, wie z. B. Mikrowälder. Organisiert wurde der METAPOLIS-Talk #3 vom städtebaulichen Teilprojekt TOPOI.

METAPOLIS – Öffentlicher Auftakt

© Kevin Neu
© Kevin Neu

Die öffentliche Auftaktveranstaltung METAPOLIS am 28. Oktober 2016 im Architekturpavillon der Technischen Universität Braunschweig markiert den Start für die Zusammenarbeit des METAPOLIS-Forschungsteams und der ProjektpartnerInnen aus niedersächsischen und bremischen Gemeinden, Städten, Gebietskörperschaften und weiteren Initiativen. Gemeinsam diskutierten die rund vierzig AkteurInnen Herausforderungen und Bedürfnisse für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt-Land-Beziehungen für Niedersachsen und Bremen.

Nach einer Begrüßung von Prof. Dr. Vanessa Miriam Carlow vom Institut für nachhaltigen Städtebau und Prof. Dr. Boris Schröder-Esselbach vom Institut für Geoökologie der TU Braunschweig wurde der Tag von Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der Internationale Bauausstellung (IBA) Thüringen, mit einem inspirierenden Vortrag über die Thematik der Stadt-Land-Beziehungen und der Notwendigkeit einer integrativen Planung eingeleitet. Für die IBA Thüringen werden unter dem Titel „STADTLAND“ für Themen wie Leerstand, alternative Lebensmodelle, grüne Infrastruktur, Vernetzung von Land und Stadt, und Baukultur umfassende Konzepte erarbeitet.

© Kevin Neu
© Kevin Neu

Obwohl Thüringen und Niedersachsen, bezogen auf Fläche und Topografie, sich stark voneinander unterscheiden, liefert das Konzept der IBA Thüringen eine Vielzahl von Ideen und Möglichkeiten der Regionalentwicklung in einem ländlich geprägten Bundesland. Mit diesen Anregungen arbeiteten die Teilnehmenden in einem knapp zweistündigen Workshop an drei Thementischen zu den METAPOLIS Visionen: „Blau-Grüne-Region“, „Lebenswerte Orte für alle“ und „5-Minuten-Stadt“.

© Kevin Neu

© Kevin Neu

© Kevin Neu
© Kevin Neu

Während des Workshops kamen relevante Entwicklungen und wichtige Herausforderungen zu Stadt-Land Beziehungen zur Sprache. Dies betraf beispielsweise die Problematik des fortschreitenden Flächenverbrauches, neue Anforderungen an Wohn- und Arbeitsformen durch den demografischen Wandel und durch veränderte Lebensstile. Vernetzungen im Sinne von Mobilität als auch digitale Vernetzung im täglichen Leben wurden von den Teilnehmenden als wichtige Schlüsselfaktoren in ländlichen Räumen genannt.

Über viele weitere relevante Aufgaben hinaus, wurde von den Akteuren aus Kommunen und Gebietskörperschaften angeregt, unterschiedliche Anforderungen an den Raum in einer ganzheitlichen Planung zu vereinen. Letzteres wurde auch als Wunsch an das Forschungsprojekt METAPOLIS formuliert. In den kommenden Monaten werden die Diskussionen ausgewertet, die zentralen Themen und Bedürfnisse in den jeweiligen Gemeinden und Regionen konkretisiert und in das Forschungsvorhaben eingebunden.

Als neuer Partner nahm auch das Junge Staatstheater Braunschweig am Auftakt teil. Die DramaturgInnen entwickeln ein Theaterstück mit dem Titel METAPOLIS in Kooperation mit den Kommunen und dem Forschungsteam. Es wird im Mai 2017 uraufgeführt.

METAPOLIS – Öffentlicher Auftakt

teaserbild_auftakt_metapolis_20_10_2016

Am Freitag, den 28. Oktober 2016 lädt das Forschungskonsortium METAPOLIS an die Technische Universität Brauschweig (Architekturpavillon) zum öffentlichen Auftakt ein.

Frau Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen STADTLAND, eröffnet mit einem Festvortrag die Veranstaltung und gibt Einblicke in praxisrelevante Fragestellungen der Stadt-Land Thematik in Thüringen.

Gemeinsam mit unseren niedersächsischen ProjektpartnerInnen möchten wir über Herausforderungen und Bedürfnisse für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt-Land-Beziehungen in den jeweiligen Gemeinden und Regionen diskutieren.